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Kriminalitätsentwicklung 2021
Kriminalstatistik 2021
Polizeipräsident Thomas Kubera und Kriminalrätin Mareike Mentrup, Leiterin Direktion Kriminalität, stellten am 21. Februar 2022 die Kriminalstatistik 2021 vor.
Alle Zahlen und Fakten finden Sie auf dieser Seite zum Download.

Wir haben für Sie die interessantesten Fakten zusammengefasst:

Gesamtkriminalitätsentwicklung: sinkende Zahlen, Aufklärungsquote gestiegen
Im Vergleich zu 2020 gab es im letzten Jahr weniger Straftaten in Hamm. Schaut man auf die letzten zehn Jahre, ist auch hier das Straftatenaufkommen insgesamt rückläufig. Die Aufklärungsquote ist mit 56 Prozent die zweithöchste der letzten zehn Jahre.

Wohnungseinbruchsdiebstahl: Tiefststand seit 2012
173 Wohnungseinbrüche gab es im letzten Jahr – das ist im Zehn-Jahres-Vergleich ein neuer Tiefststand. Rund 54 Prozent der Einbrüche blieben im Versuchsstadium stecken, ein Indiz für die Wachsamkeit der Bürgerinnen und Bürger sowie für die erfolgreiche Präventionsarbeit der Polizei Hamm. Ein Viertel der Einbrüche konnte durch die Polizei aufgeklärt werden.

Fahrraddiebstahl: sinkende Zahlen
Auch die Anzahl der Fahrraddiebstähle ist im Vergleich zum Jahr 2020 um 15 Prozent zurückgegangen. Allerdings gehören immer häufiger hochwertige Fahrräder zum Diebesgut: Die Schadenssumme lag in 2021 bei insgesamt 681.641 Euro.

Gewaltkriminalität: Anstieg
Die Anzahl der Straftaten, die in den Bereich der Gewaltkriminalität fallen, sind im Vergleich zum Vorjahr und im Zehn-Jahres-Trend leicht gestiegen. Gefährliche und schwere Körperverletzungsdelikte im öffentlichen Raum gab es in 2021 deutlich häufiger als im Jahr davor – es ist ein Anstieg von etwa 37 Prozent zu verzeichnen.

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Tätlicher Angriff: steigende Zahlen
Leider ist auch die Gewalt gegen Vollstreckungsbeamte weiter angestiegen und hat sich im Vergleich zu 2012 mehr als verdoppelt.

Sie wollen noch weitere Zahlen zu Themen wie Diebstahl, Raub oder Vermögens -und Fälschungsdelikte nachlesen?
Auf dieser Seite finden Sie die Präsentation der Kriminalitätsstatistik zum Download. 

 

Vergleich Eingangs- und Ausgangsstatistik

Bei der Erfassung von Zahlenmaterial wird zwischen der Eingangsstatistik als auch der Ausgangsstatistik unterschieden. Das ist deshalb notwendig, weil je nach Statistik ganz unterschiedliche Aussagen getroffen werden können. 

Die Eingangsstatistik bildet die Informationen ab, die unmittelbar bei Anzeigenaufnahme erfasst werden. Sie zeigt also an, wie viele Delikte zur Anzeige gebracht worden sind. Man muss bei der Betrachtung dieser Statistik wissen, dass hier auch Straftaten gezählt werden, die sich im Nachhinein nicht als solche herausstellen. Sprich: Die Ermittlungen ergeben, dass hier keine oder eine andere Tat vorliegt, als ursprünglich angenommen. Ein Tathergang kann sich bei der Anzeigenaufnahme anders darstellen als es die anschließenden Ermittlungen ergeben.

Aus einem aufgenommenen Diebstahl kann so aufgrund der bis dahin unbekannten Tatumstände z. B. ein Raubdelikt werden. Sie ist also ein ungefiltertes Abbild dessen, was in der Behörde eingeht und hat den unschätzbaren Vorteil, dass die Polizei schnell in die Lage versetzt wird, auf sich entwickelnde Schwerpunkte unmittelbar reagieren zu können.

Demgegenüber steht die Polizeiliche Kriminalstatistik. Diese ist eine Ausgangsstatistik - das heißt, dass hier die Sachverhalte erfasst werden, die im nächsten Schritt an die Justiz zur Strafverfolgung weitergegeben werden. Hier kann man - im Vergleich zur Eingangsstatistik - von einer viel höheren Datenqualität ausgehen, da die Ermittlungen entsprechend abgeschlossen worden sind und die begangene Straftat eindeutig definiert ist.

Berücksichtigt werden muss hierbei allerdings der Verzerrfaktor. Wenn nämlich eine Tat aus dem Jahr 2020 erst im darauffolgenden Jahr abgeschlossen wird, wird sie auch erst in der PKS des Jahres 2021 erfasst. Die Ausgangsstatistik liefert ein fundiertes Abbild der Kriminalität in einem kommunalen Bereich. Dies hat den Vorteil, dass die Polizei strafrechtlich relevantes Verhalten vertieft analysieren kann, um sich auf Grundlage dessen konzeptionell und nachhaltig mit den erkannten Schwerpunkten zu befassen.

Beide Statistiken sind für die tägliche polizeiliche Arbeit von unersetzlichem Wert. Sie ergänzen sich bei der Gewinnung strafrechtlich relevanter Erkenntnisse, um polizeiliche Arbeit möglichst effektiv und effizient gestalten zu können.

 

 

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