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Polizeiliche Kriminalstatistik 2017

Bild Montage PKS 2017
Polizeiliche Kriminalstatistik 2017
Kriminalitätsentwicklung in Hamm
Weniger Straftaten - höhere Aufklärungsquote

Polizeipräsident Erich Sievert und Kriminaloberrätin Dr. Kerstin Lüdke stellten am 7. März 2018 die Kriminalstatistik für Hamm für das Jahr 2017 vor.

In 2017 wurden bei der Polizei Hamm 14866 Straftaten angezeigt. Nach 2013 ist es das zweitniedrigste Fallzahlenaufkommen der letzten zehn Jahre. Der Zehnjahresdurchschnitt beträgt 15325 Straftaten. Die Aufklärungsquote bei der Gesamtkriminalität konnte gegenüber 2016 nochmals verbessert werden. Sie ist mit 53,98 Prozent die höchste der letzten zehn Jahre.

Im Bereich der Straßenkriminalität ist in 2017 ein Anstieg um 398 auf 4288 Straftaten zu verzeichnen. Mitursächlich für diese Steigerung ist der deutliche Anstieg bei den exhibitionistischen Handlungen. Sie wurden von einem einschlägig vorbestraften und mittlerweile dafür verurteilten Serientäter begangen. Die Aufklärungsquote bei der Straßenkriminalität ist mit 19,1 Prozent die beste innerhalb der letzten zehn Jahre. Mit 623 registrierten Delikten in 2017 hält der Anstieg bei der Gewaltkriminalität an. Das ist primär auf die Zunahme der gefährlichen und schweren Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen von 194 Straftaten in 2016 auf 242 Straftaten in 2017 zurückzuführen.

Erfreulich sind die Rückgänge beim Handtaschenraub und den sonstigen Raubüberfallen auf Straßen, Wegen oder Plätzen um 14 Fälle auf insgesamt 82 Straftaten. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote bei diesen Delikten von 27,1 Prozent auf 42,7 Prozent deutlich gesteigert werden.

Im Fokus der Hammer Polizei steht nach wie vor die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls. Die erfolgreiche Arbeit der dazu eingerichteten Ermittlungskommission wurde auch in 2017 fortgesetzt. 293 Wohnungseinbruchsdelikte in 2017 bedeuten das niedrigste Fallzahlenaufkommen in den letzten zehn Jahren. Im Vergleich zu 2016 ist das Deliktsaufkommen in diesem Bereich um über 45,1 Prozent rückläufig. Diese Entwicklung liegt im Landestrend. Die Aufklärungsquote konnte auf 22,5 Prozent gesteigert werden. Der Anteil der im Versuchsstadium gebliebenen Wohnungseinbrüche an der Gesamtzahl dieser Delikte beträgt 41 Prozent.

Bei den Diebstählen an und aus Kraftfahrzeugen ist mit 1091 Taten in 2017 gegenüber 942 Fällen in 2016 ein Anstieg um 15,8 Prozent zu verzeichnen. Ursächlich für den Anstieg sind mehr als 200 sogenannte Planenschlitzereien an Lastkraftwagen auf den Autobahnraststätten in Rhynern.

Im letzten Jahr sind die Taschendiebstähle im Hamm um 33,1 Prozent deutlich zurückgegangen. Es wurden lediglich 147 Fälle angezeigt. Dagegen sind die Fahrraddiebstähle um 118 Delikte auf 901 Taten angestiegen.

Alle Zahlen und Daten zur Kriminalitätsstatistik können sie im Detail in der Kriminalitätsstatistik 2017 nachlesen. Die Datei steht im Download-Fenster rechtsseitig zur Verfügung.